Reklamation wegen EVA? Der Grund liegt vielleicht dort, wo Sie gar nicht suchen
Warum kann selbst eine hochwertige EVA-Sohle ihre Eigenschaften bereits vor dem Verkauf des Paares verlieren?

Die Herstellungstechnologie für EVA-Sohlen umfasst einen komplexen Prozess der Aufschäumung und Stabilisierung des Materials, der selbst innerhalb eines Artikels zu minimalen Abweichungen in der Geometrie der Teile führen kann. Dies ist kein Mangel, sondern eine Besonderheit dieser Art von Materialien.
Diese Besonderheit ist im Rahmen der Fertigungsnormen zulässig und hat keinen Einfluss auf die Qualität des Endprodukts, sofern die rechte und die linke Sohle genau in dem vom Hersteller zusammengestellten Paar verwendet werden.
Um mögliche Abweichungen zu minimieren, wird in unserem Unternehmen jedes Paar Sohlen beim Verpacken paarweise zusammengestellt. Dadurch wird ein Höchstmaß an Übereinstimmung zwischen der rechten und der linken Sohle erreicht und der weitere Prozess der Schuhmontage vereinfacht.
Wichtig: Das werkseitige Paarieren der Sohlen ist nicht nur eine Methode zur Sortierung der Produkte, sondern ein technologischer Schritt der Qualitätskontrolle, der dazu beiträgt, identische Paare für die weitere Schuhproduktion zu erhalten.
Daher empfehlen wir, die Sohlen verschiedener Sätze vor Beginn des Klebens nicht zu vermischen.
Die Qualität des fertigen Schuhs hängt nicht nur von den Eigenschaften der Sohle oder des Klebstoffs ab. Selbst die Verwendung hochwertiger Materialien garantiert kein zuverlässiges Ergebnis, wenn bei der Herstellung die Vorbereitungs- oder Klebetechnik nicht eingehalten wird.
Das Material EVA weist spezifische physikalische Eigenschaften auf, weshalb die Qualität des fertigen Schuhs in hohem Maße von der Einhaltung jedes einzelnen Schritts der Klebetechnik abhängt.

Bitte beachten Sie, dass die Oberfläche der Sohle vor dem Auftragen des Klebstoffs ausreichend rau sein muss. Eine solche Struktur gewährleistet eine effektive mechanische Haftung des Klebstoffs am Material. Zusätzlich wird empfohlen, die Sohle zur besseren Haftung mit einem Primer vorzubehandeln.
Bei AC-Step werden die meisten Sohlen bereits mit einer vorbereiteten, rauen Oberfläche und einer Grundierung an die Kunden geliefert, was eine Verkürzung der Produktionsschritte ermöglicht und eine gleichbleibende Qualität gewährleistet.
Sollten sich Staub, Fettrückstände oder andere Verunreinigungen auf der Oberfläche befinden, sollten diese entfernt werden. Selbst geringfügige Verunreinigungen können die Festigkeit der Klebeverbindung beeinträchtigen.
Für eine zuverlässige Verklebung von EVA-Sohlen wird empfohlen, Polyurethan-Klebstoffe in Kombination mit speziellen Primern oder Grundierungen aus der Polychloropren-Gruppe zu verwenden.
Der Primer sorgt für die erforderliche Haftung zwischen dem EVA-Material und dem Hauptklebstoff und bildet so eine feste und langlebige Verbindung.
Für eine optimale Aktivierung des Klebstofffilms auf der Oberfläche der Sohle muss während des gesamten Prozesses der empfohlene Temperaturbereich eingehalten werden.
Für EVA sind Klebstoffe mit einer Aktivierungstemperatur von 45–50 °C optimal. Die Nichteinhaltung des empfohlenen Temperaturbereichs kann aufgrund von Überhitzung zu einer Verformung der Materialstruktur führen.
Ebenfalls wichtig ist es, die Dicke des Produkts zu berücksichtigen: Bei dicken Sohlen dauert die Aufheizzeit länger als bei dünnen Modellen.
Genau aus diesem Grund wird für die Aktivierung empfohlen, Geräte zu verwenden, die eine präzise Steuerung des Wärmeflusses ermöglichen, beispielsweise Durchlauftunnel oder Aktivatoren vom Typ „Flash“.
Die Verwendung klassischer Öfen mit Heizspiralen gewährleistet keine ausreichende Genauigkeit bei der Temperaturregelung, weshalb ihr Einsatz bei der Verarbeitung von EVA nicht empfehlenswert ist.

Unmittelbar nach der Aktivierung der Klebefolie müssen die Teile unverzüglich miteinander verbunden werden. Je schneller die Sohle mit dem Rohling zusammengeführt wird, desto höher ist die Qualität der Verbindung.
Nach der Positionierung wird das Paar in die Presse eingelegt. Die optimale Pressdauer beträgt etwa 7 Sekunden bei einem Druck von 2,5–3 Atmosphären. Dabei können die endgültigen Parameter je nach Dicke der Sohle, Härte des Materials und technischem Zustand der Anlage angepasst werden.
Bei der professionellen Fertigung wird stets das Mikroklima in der Produktionshalle berücksichtigt. Als optimal gelten eine Temperatur von 20–23 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 65 %. Ist es in der Halle zu heiß oder zu kalt, müssen die Einstellungen der Anlage (Aktivierungszeit und Druck) angepasst werden.
Die Einhaltung dieser Vorgaben ermöglicht es, die Vorteile des EVA-Materials optimal zu nutzen, das Risiko von Rücksendungen zu minimieren und eine gleichbleibende Qualität der fertigen Schuhe zu gewährleisten. Selbst geringfügige Abweichungen vom Verfahren können das Endergebnis beeinflussen, daher ist jeder Schritt – von der Lagerung bis zum Pressen – gleichermaßen wichtig.